Rekonvaleszenz

  • Ziel der Rekonvaleszenz ist die Wiederherstellung des Gesundheitszustandes, der vor Beginn der Erkrankung vorhanden war.
  • Durch längere Krankheiten oder stationäre Aufenthalte in Kliniken ist das tägliche Bewegungspensum stark eingeschränkt.
  • Die Folgen -wie beispielsweise Störungen im Lungensystem( Kurzatmigkeit oder Verminderung der Belastbarkeit)- sind schon nach kurzer Zeit spürbar.
  • Atemtrainer können mit einfachen Mitteln und nur wenigen Minuten Training am Tag einfach und schnell Abhilfe schaffen.
  • Durch das Training mit den Atemtrainern wird die Tiefenatmung gestärkt, das normale Atemverhalten wird wieder hergestellt und dadurch können Atemkomplikationen vermieden werden.
  • Eine richtige und tiefe Atmung verstärkt und unterstützt eine schnellere und wirkungsvollere Heilung, die körperliche Leistungsfähigkeit wird durch die sanfte und gleichmäßige Steigerung der Fitness wiederhergestellt.


Medizinische Information

Bewertung der Technik des Trainings der Atemmuskulatur (das Training der Einatemmuskeln) auf der Grundlage von Informationen aus klinischen Versuchen und anderen Quellen.
''Das Training der Atemmuskulatur ist eine viel versprechende Therapie. Über die vergangenen 15 Jahre ist dieser Bereich immer weiter ausgereift bis zu dem Punkt, an dem heute klar ist, dass die Atemmuskulatur im Sinne einer Stärkung, der Ausdauer oder für beide Zwecke trainiert werden kann.''
Quelle: Problems in Respiratory Care, 3(3):483-492 and Clinics in Chest Medicine, 9(2), 287-296, 1988.

Das Training der beim Einatmen beanspruchten Muskeln reduziert die Atemnot auf Grund körperlicher Anstrengung bei gesunden Männern und Frauen im fortgeschrittenen Alter:
''Es ist eine anerkannte Tatsache, dass die Kraft der Atemmuskulatur mit fortschreitendem Alter abnimmt und dass die Schwäche der Einatemmuskeln mit einer Zunahme der Atemnot bei körperlicher Anstrengung einhergeht. Daten weisen darauf hin, dass das Training der Einatemmuskeln die Atemnot durch körperliche Anstrengung bei Männern und Frauen im fortgeschrittenen Alter abmildert und zu einer erheblichen Verbesserung in der Wahrnehmung ihrer Lebensqualität führt."
Quelle: Andrew J. Copestake & Alison K. McConnell, Department of Human Sciences, Loughborough University, Loughborough, Leicestershire, LE11 3TU UK. Vorgelegt anlässlich des EGREPA International Meeting on Health & Activity in the Elderly, 1995.

Intensives Training der Einatemmuskeln bei Patienten mit chronischen, obstruktiven Lungenkrankheiten und einer stark reduzierten Lungenfunktion:
''Das Training der Einatemmuskeln bei intensiven Belastungen führte zu einer signifikanten Kräftigung der Einatemmuskeln, einer Verbesserung der Ausdauer der Atemmuskulatur und der Atemsymptome während täglicher Aktivitäten und bei Anstrengung.''
Quelle: Covey MK, Larson JL, Wirtz SE, Berry JK, Pogue NJ, Alex CG, Patel M. University of Illinois at Chicago College of Nursing, *$% South Damen Avenue, Chicago. IL, USA.

Das Training der Einatemmuskeln verbessert die Lungenfunktion und verringert Atemnot bei Anstrengungen bei leichtem/mäßigem Asthma.
''Wir untersuchten die Veränderungen, die sich nach drei Wochen Training der Einatemmuskeln bei leichtem/mäßigem Asthma ergeben hatten. Die Daten entsprechen denen von Weiner et al (1992) und bestätigen deren Hypothese, dass sich Verbesserungen im Bereich des MIP (maximaler Einatmungsdruck) sowie der Lungenfunktion in einer Reduktion der Atemnot durch körperliche Betätigung niederschlagen. Darüber hinaus weisen die Daten darauf hin, dass diese Veränderungen - wenn angemessene Leistungsbereiche zugrunde gelegt werden -  innerhalb von 3 Wochen nach Aufnahme des Trainings der Einatemmuskeln zu beobachten sind und den Patienten dazu motivieren können körperlich aktiv zu werden.''
Quelle: AK McConnell, MP Caine, KJ Donovan, AK Toogood and Mr Miller. Sports Medicine and Human Performance Unit, School of Sports and Exercise Sciences. Presented at the Medical Research Society, August 1998 Clinical Science:95:4P, 1998.

Das Training der Einatemmuskeln bei chronischer Einschränkung des Luftstroms: Auswirkung auf körperliche Leistungen:
''Wir schließen daraus, dass das Training der Einatemmuskeln bei einer Belastung von 30% des maximalen Einatmungsdrucks Atemnot verringert, die Gehfähigkeit erhöht und die metabolischen Kosten der Übung verringert.''
Quelle: Lisboa C, Villafranca C, Leiva A, Cruz E, Pertuze J, Borzone G. Department of Respiratory Diseases, Catholic University of Chile, Santiago.

Das Training der Einatemmuskeln in Kombination mit der Widerherstellung durch allgemeine körperliche Betätigung bei chronischen, obstruktiven Lungenkrankheiten:
''Wir schließen daraus, dass das spezifische Training der Einatemmuskeln über 6 Monate die Einatemmuskeln und die Ausdauer von Patienten, die an COPD leiden, stärkt. Dieses Training in Kombination mit der Widerherstellung durch allgemeine körperliche Betätigung resultiert darüber hinaus in einer signifikant größeren Stärkung der Widerstandsfähigkeit im Bereich der körperlichen Betätigung als dies bei der Wiederherstellung durch allgemeine körperliche Betätigung allein der Fall ist.''
Quelle: Weiner P, Azgad Y, Weiner M, Ganem R. Dept. of Medicine, Hillel Yaffe Medical Center, Hadera.

Training der Atemmuskulatur bei Patienten mit Bronchialasthma:
''Bei Patienten, die an Asthma leiden, muss die Atemmuskulatur den erhöhten Widerstand überwinden, während sie nach und nach die nachteiligen Auswirkungen der Hyperinflation spüren. Wir stellten die Hypothese auf, dass die Stärkung der Atemmuskulatur und der Ausdauer durch spezifisches Training der Einatemmuskeln (SIMT) zu einer Verringerung der Asthmasymptome bei Asthmapatienten führen würde. Abschließend können wir feststellen, dass ein über sechs Monate durchgeführtes SIMT die Einatemmuskeln und die Ausdauer stärkt und zu einer Verbesserung der Asthmasymptome, zu weniger Krankenhauseinweisungen bei Asthmapatienten, weniger Fehlzeiten in der Schule und auf der Arbeit sowie zu reduziertem Medikamentenkonsum bei Asthmapatienten führt.''
Quelle: Weiner P, Azgad Y, Ganam R, Weiner M. Dept. of MedicineHillel Yaffe Medical Center, Hadera, Israel.

Auswirkungen des spezifischen Trainings der Einatemmuskeln auf das Gefühl von Atemnot und auf die Verträglichkeit körperlicher Anstrengungen auf Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz:
''HINTERGRUND: Es wurde oben gezeigt, dass die Einatemmuskeln von Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz (CHF) schwächer sind als bei den Personen, die keine solchen Symptome aufweisen. Diese Schwäche kann zur Atemnot beitragen und die Anstrengungstoleranz dieser Patienten beeinträchtigen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Spezifisches Training der Einatemmuskeln führte zu einer Stärkung der Einatemmuskeln und einer Verbesserung der Ausdauer. Diese Steigerung wurde mit einer verringerten Atemnot, einer Verbesserung der submaximalen Anstrengungskapazität und keiner Veränderung der maximalen Anstrengungskapazität in Verbindung gebracht. Dieses Training könnte sich als eine Ergänzungstherapie für Patienten mit CGF herausstellen.
Quelle: Weiner P, Waizman J, Magadle R, Berar-Yanay N, Pelled B. Dept. of MedicineHillel Yaffe Medical Center, Hadera, Israel.

Das Training der Einatemmuskeln bei Patienten mit chronischen, obstruktiven Lungenkrankheiten:
''Wir analysieren die Auswirkungen des Trainings der Einatemmuskeln bei Patienten mit chronischen, obstruktiven Lungenkrankheiten (COPD) unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Funktion der Einatemmuskeln sowie klinischer Ergebnisse. Obwohl Kriterien für die Auswahl der Patienten in der Literatur nicht immer gut definiert werden, betrachteten wir das Training der Einatemmuskeln als einen hilfreichen Vorgang für die Lungenrehabilitation bei solchen Patienten mit einer mäßig schwerwiegenden Funktionsstörung der Einatemmuskeln, die trotz einer optimalen Therapie bei der Ausführung von Tätigkeiten des täglichen Lebens unter Atemnot leiden.''
Quelle: Lisboa C, Borzone G, Cruz E. Departamento de Enfermedades Respiratorias, Pontificia Universidad Catolica de Chile.

Training der Einatemmuskeln bei chronischen, obstruktiven Lungenkrankheiten. Auswirkungen auf funktionale Veränderungen und Anstrengungstoleranz:
''Ziel dieser Studie war die Auswertung der Auswirkungen des Trainings der Einatemmuskeln auf die Lungenfunktion und die Anstrengungstoleranz bei Patienten mit chronischen, obstruktiven Lungenkrankheiten. Auf der Grundlage dieser Resultate und obwohl das spezifische Training der Einatemmuskeln die Lungenfunktion von Patienten mit COPD nicht zu verbessern scheint, führt es während der körperlichen Betätigung zu einem verringerten Gefühl der Atemnot und zu einer erhöhten Anstrengungstoleranz.''
Quelle: de Luca Ramos P, Rodriguez Gonzalez-Moro JM, Garcia de Pedro J, Santacruz Siminiani A, Tatay Marti E, Cubillo Marcos JM. Servicio de Neumologia, Hospital General Universitario Gregorio Maranon, Madrid.

Ergebnisse des Trainings der Atemmuskulatur bei Patienten mit chronischen, obstruktiven Lungenkrankheiten mit einem mäßig schwerwiegenden Verlauf:
''Das Training der Einatemmuskeln ist keine Alternative zur pharmakologischen Behandlung; es ist jedoch sehr wohl eine wertvolle Ergänzung dazu.''
Quelle: SourceL Walczak J, Koziorowski A. Zaklad Fizjopatologii Oddychania Instytutu, Gruzlicy i Chorob Pluc.

Ergebnisse des Atemmuskeltrainings bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz:
''HINTERGRUND: Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz verfügen über weniger kräftige Einatemmuskeln und weniger Ausdauer. ZIEL: Beurteilung der Auswirkungen des selektiven Trainings der Atemmuskeln bei Patienten mit Herzinsuffizienz. SCHLUSSFOLGERUNGEN: selektives Training der Atemmuskeln führt zu einer funktionalen Verbesserung bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz.''
Quelle: Martinez A, Lisboa C, Jalil J, Munoz V, Diaz O, Casanegra P, Corbalan R, Vasquez AM, Leiva A. Departamentos de Enfermedades Cardiovasculares Respiratorias, Pontificia Universidad Catolica de Chile.


GEGENANZEIGEN
Bei korrekter Anwendung können Atemtrainer von fast jeder Person verwendet werden und haben keine negativen Nebenwirkungen. In äußerst seltenen Fällen kann es jedoch vorkommen, dass die Schaffung eines hohen Negativdrucks im Brustkorb bereits bestehende Erkrankungen verschlimmert. Wenn Sie Medikamente einnehmen, unter Krankheiten (z.B. Asthma) leiden oder sich nicht sicher sind, ob ein Atemtrainer für Sie geeignet ist, sollten Sie sich vor der Nutzung von Ihrem Arzt beraten lassen. Unter keinen Umständen sollten Sie Medikamente ohne dahingehende Empfehlung von Ihrem Arzt absetzen. Atemtrainer sind oft als Ergänzung für bestehende Behandlungen gedacht, nicht als Ersatz. Bei Schwindelgefühlen oder anderen Komplikationen reduzieren Sie die Anzahl und Intensität der Atemübungen bzw. sprechen Sie Ihren Arzt an.
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